1994 - 1996 - Eine Zunft entsteht

Die Zunft der Gundelfinger Dorfhexen e.V. wurde im Jahr 1994 von sieben Schülern gegründet. Diese waren:

Stefan Link, Matthias Mühl, Andreas Winkler, Michael Schulze, Thorsten Richert, Dennis Meier, Dennis Hoch.

Es war eigentlich nur eine Idee für die Schulfasnet, aber daraus wurde dann nach und nach eine richtige Zunft die auch immer mehr Zuspruch fand. So wurden es mehr und mehr Hexen in Gundelfingen. 

Neben den sieben Jungs an dieser Stelle mindestens genau so wichtig zu nennen sind:

Carmen Link, Ute Link Und Olga Schulze. Egal ob Fahrt zum Umzug und Aufsicht (Alle Jungs waren bei der Gründung minderjährig) das nähen von Häsen oder was sonst gebraucht wurde, konnten die Jungs sich auf sie verlassen. 

1996 - Ein neues Gesicht

1996 konnten wir unsere bis dahin getragenen Plastikmasken durch echte geschnitzte Holzmasken von unserem Schnitzer Alfred Lang ersetzen. Eine jede Hexe so sagen es die Regeln des Hexensabbatt muss sich ihr Holzgesicht" verdienen und so werden sie mit Stolz getragen. 

Bis heute stammen unsere Masken aus dem Hause Lang in Elzach. 

 

1997 - Der Teufel Kommt

1997 kam die Narrenfigur des Teufels hinzu. Der Teufel ist innerhalb der Zunft einmalig. Der erste Teufel war Olga Schulze. Heute hat der Teufel keine feste Besetzung, es ist also immer spannend wer sich gerade hinter der Maske des Teufels verbirgt.  

2001 - Hexen in neuem Gewannt

Nach der Fasnet 2001 entschlossen wir uns auf Grund der sehr großen Ähnlichkeit zu den Kandelhexen aus Waldkirch, dass Häs welches wir bis dahin getragen hatten abzulegen und ein neues zu gestalten. Wichtig war uns dabei unsere Farben bei zu behalten. Die Idee war eine Häsjacke nach Trachtenvorbild zu gestalten. Mit Hilfe einer Trachtenschneiderei aus dem Hochschwarzwald wurde diese Idee realisiert. Seit her tragen wir Stolz eine Häsjacke die typische Merkmale von vier alemannischen Trachten vereint und unter Hexenzünften einmalig ist. In unserem Schurz finden sich mit Gelben und Grünen Flicken auf Rotem Grund, die gundelfinger Wappenfarben wieder 

2001 - Neue Symbole und alte Traditionen

Im Jahr 2001 entwarf Paul Teike, ein ganz besonderer Vollblut Narr, der immer auch immer ein Herz für die Gundelfinger Hexen hatte, eigens für uns einen Hausorden. Der Entwurf wurde durch die Fa. Rössler in Haussach umgesetzt. Auch was alte Traditionen angeht war das Jahr 2001 besonders. Es wurden alte Bräuche wie der Hexensabat, die Katzenmusik, das Taganrufen und die Fasnachtsverbrennung  wieder eingeführt. 

 

1998 -  Zuwachs für die Hexenfamilie

1998 entwarf unseres damaliges Mitglied Marc Griffin die zweite Hexenmaske (böse Hexenmaske). Sie hat ein Auge geschlossen und schaut grimmiger wie die Urmaske. Es ist ab da geregelt, dass ein Drittel der Hexen die böse Maske trägt. 

11.2001

Als Nr.: 3523 wurden wir am 29.11.2001 ins Vereinsregister des Amtsgericht Freiburg aufgenommen und sind seit her ein eingetragender Verein. Zunft der Gundelfinger Dorfhexen e.V. Erster Zunftvogt war Stefan Link

2003 – Der erste Hexenball

2003 war für uns ein ganz besonderes Jahr: Zum ersten Mal haben wir selbst eine Abendveranstaltung auf die Beine gestellt – unseren Hexenball unter dem Motto „Tanzen bis der Boden brennt“. Es war der Moment, in dem die Jungs, die die Zunft einst als kleine Buben gegründet hatten, endlich alt genug waren, selbst richtig loszulegen. Der Abend in der Festhalle war bunt, laut und voller Energie – auch wenn man da und dort noch gemerkt hat, dass wir am Anfang standen. Dank toller Unterstützung wurde es ein unvergesslicher Start. Ein echtes Highlight: Unser Zunftvogt Stefan Link schaffte es, eine Verbindung in die Schweiz herzustellen und die bekannte Basler Guggenmusik „Schotte-Klicke“ nach Gundelfingen zu holen. Ein Gänsehautmoment – und gleichzeitig der Grundstein für unsere bis heute bestehende, enge Freundschaft mit der Schweizer Guggenmusik-Szene.

2006 – Die Beize-Fasnacht kehrt zurück

2006 haben wir die Beize-Fasnacht in Gundelfingen wieder zum Leben erweckt – eine Tradition, die es früher schon gab, aber über die Jahre eingeschlafen war. Im Gasthaus Rössle feierten wir die Wiedergeburt dieses besonderen Abends, der das genaue Gegenteil vom lauten Hexenball ist: Mit Büttenreden, Schnitzelbank, Dorfthemen, gutem Essen und schöner Musik. Ein Abend voller Humor und Gemeinschaft – und seither fester Bestandteil unserer Fasnacht.

2007 – Zusammenhalt 

Unsere Zunft wuchs schnell – vielleicht zu schnell. Also beschlossen wir 2007, pro Jahr nur noch drei neue Anwärter („Setzlinge“) aufzunehmen, damit wir als Gruppe weiter zusammenwachsen und das Wir-Gefühl bewahren. 

2007 -  Erstes Guggenplatzkonzert

Wir organisierten das erste Guggenmusik-Platzkonzert in der Ortsmitte – am Sonntagvormittag vor dem Umzug. Mit dabei waren wieder viele befreundete Guggenmusiken aus der Schweiz und Deutschland, unter anderem die Schlössli-Schränzer aus Esch und natürlich unsere Freunde, die Schotte-Klicke. Das Platzkonzert war ein voller Erfolg und brachte schon vor dem Umzug richtig Leben ins Dorf!

2007 - Neue Figur

Im selben Jahr entstand auch eine neue Figur: der Hexenbräutigam. Unsere Setzlinge sind im Anwärterjahr als Hexenbräutigame unterwegs – in altertümlicher Kleidung, mit Zylinder und einer Hexenpuppe, die sie auf ihrem Rücken tragen. Sie symbolisieren damit den Versuch, ihre Hexe zu „zähmen“. Eine wunderschöne Tradition, die unser Brauchtum lebendig hält.

2009 – 15 Jahre Dorfhexen

2009 feierten wir unser 15-jähriges Jubiläum – mit allem, was dazugehört: Halleabend, Guggenplatzkonzert und einem Wochenende voller Freude und Nostalgie. Im Jahr davor hatte Gundelfingen sein 850-jähriges Bestehen gefeiert, bei dem auch die Figur des alten Dorfbüttels „Botin Jakob“ wieder auflebte. Wir fanden, das passt perfekt zu uns – und so wurde der „Bot“ Teil unserer Zunft: Er läuft mit einer großen Glocke voraus, kündigt die Hexenschar an und sorgt für Ordnung im wilden Treiben. Seither wird diese Figur jedes Jahr von unseren Setzlingen verkörpert.

2010 – Beize-Fasnacht hoch zwei

Die Beize-Fasnacht war so beliebt, dass wir sie 2010 kurzerhand auf zwei Lokale ausweiteten – ins Gasthaus Rössle und den Ochsen. Von da an hieß es: Das Publikum bleibt sitzen, die Programmpunkte ziehen! Unsere Büttenredner und Musiker zogen von Wirtschaft zu Wirtschaft und sorgten überall für beste Stimmung. Und damit nicht genug: 2010 wurde eine alte Tradition wiederbelebt – die Musikgruppe „Pfannenstieler“, einst Herzstück der Beize-Fasnacht. Unter neuem Namen, „Beize-Kracher“, mischen seither Musiker aus der Zunft und dem Musikverein die Veranstaltung auf und sorgen für den perfekten musikalischen Rahmen.

2011 – Der erste eigene Umzug

2011 war ein Meilenstein: Zum ersten Mal veranstalteten wir den großen Fasnachtsumzug am Sonntag komplett in Eigenregie. Eine echte Bewährungsprobe – aber dank der großartigen Unterstützung vieler Helfer aus dem Dorf, vom Schützenverein bis zum Reitverein, wurde es ein voller Erfolg! Seitdem organisieren wir den Umzug alle zwei Jahre, im Wechsel mit unseren Freunden von den Vesselstämmern.

2019 – 25 Jahre Dorfhexen

2019 durften wir ein ganz besonderes Jubiläum feiern – 25 Jahre Dorfhexen Gundelfingen! Ein Wochenende, wie es schöner kaum sein könnte: ein großartiger Umzug, ein mitreißender Hexenball, viele befreundete Guggenmusiken, verkleidete Zuschauer und ein Wetter, das einfach perfekt war – Sonne satt, frühlingshafte Temperaturen, kein Wölkchen am Himmel. Ein weiterer Gänsehautmoment war das Kinderprojekt, das auf Initiative unserer Altmitglieder rund um Stefan Link entstand. Über 400 Kindergarten- und Schulkinder aus Gundelfingen bastelten in Workshops ihre eigenen kleinen Hexenkostüme – inspiriert von unserem Häs – und durften den Jubiläumsumzug anführen. Als diese Schar kleiner Dorfhexen vorneweg durchs Dorf zog, war das für uns alle ein unglaubliches Bild – pure Emotion, Stolz und Freude. Ein Jubiläum, das wir nie vergessen werden.

2024 – 30 Jahre Dorfhexen

2024 stand das nächste große Jubiläum an – 30 Jahre Zunft der Dorfhexen Gundelfingen! Kaum zu glauben, dass alles einmal mit ein paar Jungs und einer Schulfasnacht begonnen hat. Zum Jubiläum wollten wir natürlich noch einen draufsetzen – und wieder war es Stefan Link, unser kreativer Kopf, der die Idee dazu hatte. Der Hexenball wurde erweitert: Neben der Halle stand nun ein großes Festzelt, das die Veranstaltungsfläche nahezu verdoppelte. So konnte gleichzeitig in der Halle und im Zelt gefeiert werden – mit Livebands, Guggenmusik, Korso und Vorspiel. Das Wochenende war ein voller Erfolg – tolle Stimmung, viele Gäste aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Frankreich, verkleidete Menschen überall, ein grandioser Umzug und – wie schon 2019 – perfektes Wetter: Sonne pur, frühlingshafte Temperaturen, keine Wolke am Himmel. Ein Jubiläum, wie es schöner nicht hätte sein können – ein echtes Fest der Freundschaft, Freude und Fasnacht!

2017 – Das große Hexenwochenende entsteht

2017 waren wir erneut Veranstalter des Gundelfinger Fasnachtsumzugs – und dieses Jahr sollte etwas ganz Neues bringen. Neben dem traditionellen Hexenball am Samstagabend und dem Guggenplatzkonzert am Sonntagmorgen hatte unser Gründungsmitglied und langjähriger Zunftvogt Stefan Link wieder eine seiner genialen Ideen. Er wollte die Stimmung im Dorf schon vor dem Hexenball anheizen – und so wurde erstmals der Guggenmusik-Korso ins Leben gerufen. Am Samstagabend zogen unsere Gast-Guggenmusiken aus der Schweiz quer durch den Ortskern, spielten sich in die Herzen der Menschen und ließen keinen Zweifel: Jetzt isch Fasnacht! Direkt im Anschluss fand zum ersten Mal das „Vorspiel“ statt – ein Guggenkonzert auf dem Sonnenplatz mit großer Bühne, Musik, Lichtern und guter Laune. Schon im ersten Jahr war das neue Konzept ein voller Erfolg: unzählige Besucher, begeisterte Musiker und ein Dorf, das zwei Tage lang Kopf stand. Mit diesen beiden neuen Veranstaltungsteilen war es geboren – das legendäre große Hexenwochenende in Gundelfingen, so wie wir es heute kennen.

2024 – Ein Generationswechsel

Im September 2024 ging dann eine Ära zu Ende – und gleichzeitig begann eine neue. Nach 30 Jahren an der Spitze unserer Zunft gab Stefan Link, Gründungsmitglied, Ideengeber und Herz der Dorfhexen, das Amt des Zunftvogts in jüngere Hände. Stefan hat die Hexen geprägt wie kein Zweiter: mit unzähligen Ideen, unermüdlichem Einsatz und seiner ganz eigenen Art, uns immer wieder zu inspirieren – auch wenn man ihn manchmal bremsen musste. Zum neuen Zunftvogt wurde Manuel Löffler gewählt – selbst seit Kindertagen Teil der Zunft, echte Vollbluthexe und ein echter Teamplayer. Unterstützt wird er von Markus Biener, der als zweiter Zunftvogt die Nachfolge von Mark Schwer antrat, der viele Jahre mit Stefan das kongeniale Führungsduo bildete. Mit diesem Wechsel hat sich die Vorstandschaft verjüngt – und gleichzeitig bleiben Stefan und Mark weiterhin Teil der Zunft, stehen beratend zur Seite und geben ihre Erfahrung weiter. Wir sind unglaublich dankbar für alles, was war – und voller Vorfreude auf das, was kommt. Die Zukunft der Dorfhexen ist in besten Händen!

2025 - Zweite Ehrenhexe

Am 11.11.2025 Wird unser Gründungsmitglied und Kreativkopf Stefan Link für die Lange zeit als Hexenchef zur Ehrenhexe ernannt und als erst zweite Hexe nach seiner Mutter Carmen Link mit dem Hausorden aus Bronze ausgezeichnet. 

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